top of page

Haarausfall stoppen - geht das überhaupt?

Viele Menschen suchen irgendwann nach einer klaren Antwort auf eine scheinbar einfache Frage:

Kann man Haarausfall stoppen?

Die ehrliche Antwort:

Manchmal ja - aber nicht immer.


Das liegt daran, dass Haarausfall kein einzelnes Problem ist, sondern ein biologischer Prozess mit unterschiedlichen Ursachen. Um zu verstehen, ob man ihn stoppen kann, muss man zuerst verstehen, was im Körper überhaupt passiert.



Wie Haare eigentlich wachsen - der unterschätzte Kreislauf


Jedes Haar durchläuft einen festen Wachstumszyklus. Dieser besteht aus drei Phasen:


  1. Wachstumsphase (Anagenphase)

    Das Haar wächst aktiv. Diese Phase kann mehrere Jahre dauern.

  2. Übergangsphase (Katagenphase)

    Das Wachstum stoppt langsam.

  3. Ruhe- und Ausfallphase (Telogenphase)

    Das Haar fällt aus und ein neues Haar beginnt zu wachsen.


Normalerweise befinden sich täglich etwa 80-90% der Haare in der Wachstumsphase. Verändert sich dieses Gleichgewicht, wird das Haarbild sichtbar dünner.


Das bedeutet:

Nicht immer fallen plötzlich mehr Haare aus. Oft wachsen einfach weniger neue Haare nach.



Wann Haarausfall tatsächlich gestoppt werden kann


Es gibt Situationen, in denen Haarausfall vorübergehend ist.

In solchen Fällen kann sich das Haar wieder erholen, wenn die Ursache beseitigt wird.


Typische Beispiele sind:

  • starke Stressphasen

  • Erkrankungen oder Operationen

  • hormonelle Veränderungen

  • Eisen- oder Nährstoffmangel

  • schnelle Gewichtsabnahme


Hier spricht man häufig von reaktivem Haarausfall. Der Körper reagiert auf eine Belastung und normalisiert sich später wieder.



Wann Haarausfall nicht vollständig gestoppt werden kann


Die häufigste Ursache für dauerhaften Haarverlust ist der erblich bedingte Haarausfall.


Dabei passiert Folgendes:

Die Haarfolikel reagieren empfindlich auf ein Hormon namens Dihydrotestosteron (DHT).

Dieses Hormon verkürzt die Wachstumsphase der Haare. Mit der Zeit produziert die Haarwurzel:

  • immer dünnere Haare

  • kürzere Haare

  • schließlich kaum noch sichtbare Haare


Man nennt diesen Prozess auch Miniaturisierung der Haarfolikel.

Die Haarwurzel ist also noch vorhanden aber sie wird schwächer.


Dieser Prozess lässt sich meist nicht komplett stoppen, weil er genetisch gesteuert ist. Aber man kann lernen, damit umzugehen und das Erscheinungsbild zu verbessern.



Warum viele Menschen glauben, sie verlieren "zu viele Haare"


In Wirklichkeit passiert oft etwas anderes:

Die Haare werden feiner.

Dadurch scheint die Kopfhaut stärker durch, besonder bei:

  • hellem Licht

  • nassem Haar

  • feinem Haar


Unser Auge interpretiert das automatisch als Haarausfall.



Welche Lösungen es bei dauerhaftem Haarausfall gibt


Die passende Lösung hängt immer von der Ursache ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedliche Ziele verfolgen.


Zum Beispiel:


Medizinische Behandlungen, wie Medikamente:

Sie können helfen, den Prozess zu verlangsamen.


Haartransplantation:

Hier werden Haare umverteilt.


Kosmetische Lösungen:

Sie verändern das Erscheinungsbild, ohne das Haarwachstum zu beeinflussen.

Eine dieser Lösungen ist die Scalp Micropigmentation (SMP).


Scalp Micropigmentation

Erfahre hier mehr über Scalp Micropigmentation



Kommentare


bottom of page