Welche Blutwerte sind bei Haarausfall wichtig?
- Bianca Günther
- 7. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Heute schauen wir uns an, warum ein Blutbild helfen kann, die Ursache besser zu verstehen.

Wenn Haare dünner werden oder vermehrt ausfallen, suchen viele Menschen zuerst nach äußeren Lösungen:
neue Shampoos
Nahrungsergänzungsmittel
Haarpflegeprodukte
Doch manchmal liegt die Ursache nicht an den Haaren selbst, sondern im Körper.
Bestimmte Nährstoffmängel oder hormonelle Veränderungen können das Haarwachstum beeinflussen. Deshalb wird bei anhaltendem Haarausfall häufig empfohlen, ein Blutbild ärztlich abklären zu lassen.
Wichtig zu wissen: Nicht jeder Haarausfall entsteht durch einen Mangel. Aber bestimmte Blutwerte können Hinweise liefern.
Warum Blutwerte beim Haarwachstum eine Rolle spielen
Haare gehören zu den aktivsten Strukturen des Körpers.
Und damit Haarfollikel kontinuierlich neue Haare produzieren können, benötigt der Körper:
Energie
Sauerstoff
Nährstoffe
funktionierende hormonelle Prozesse
Fehlen bestimmte Stoffe oder gerät das innere Gleichgewicht aus der Balance, kann sich das zuerst an Haut und Haaren zeigen.
Eisen und Ferritin - einer der häufigsten Faktoren
Einer der wichtigsten Werte bei Haarausfall ist häufig Ferritin.
Ferritin zeigt, wie gut die Eisenspeicher des Körpers gefüllt sind.
Warum ist das wichtig?
Die Haarwurzel gehört zu den geweben mit hoher Zellaktivität. Dafür benötigt sie ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Eisen spielt dabei eine zentrale Rolle.
Sind die Eisenspeicher niedrig, kann der Körper beginnen, Energie eher für lebenswichtige Prozesse zu nutzen. Das Haarwachstum wird dann hinten angestellt.
Mögliche Anzeichen eines Eisenmangels können sein:
Müdigkeit
Konzentrationsprobleme
brüchige Nägel
diffuse Ausdünnung der Haare
Vitamin D - unterschätzt beim Haarwachstum
Vitamin D ist nicht nur für Knochen wichtig, sondern beeinflusst auch verschiedene Prozesse der Haut und Haarfollikel.
Niedrige Vitamin-D-Werte werden häufig im Zusammenhang mit diffusem Haarausfall beobachtet.
Gerade in Ländern mit wenig Sonnenlicht sind niedrige Werte relativ häufig.
Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4)
Die Schilddrüse beeinflusst den gesamten Stoffwechsel und damit auch das Haarwachstum.
Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können dazu führen, dass Haare:
dünner werden
langsamer wachsen
vermehrt ausfallen
Deshalb gehören Schilddrüsenwerte häufig zu einer ärztlichen Abklärung bei Haarausfall.
Zink und andere Nährstoffe
Auch Spurenelemente wie Zink spielen eine Rolle für Haut und Haare.
Ein Mangel kann sich unter anderem zeigen durch:
brüchige Haare
verlangsamtes Wachstum
empfindliche Haut
Zusätzlich werden je nach Situation manchmal weitere Werte überprüft, zum Beispiel:
Vitamin B12
Folsäure
Eiweißwerte
Hormone als möglicher Einflussfaktor
Besonders bei frauen können hormonelle Veränderungen das Haarwachstum beeinflussen.
Zum Beispiel:
nach Schwangerschaften
in den Wechseljahren
bei hormonellen Ungleichgewichten
Aber auch bei Männern spielen hormonelle Prozesse eine wichtige Rolle, insbesondere beim erblich bedingten Haarausfall.
Wichtig zu verstehen:
Normale Blutwerte bedeuten nicht automatisch, dass kein Haarausfall vorliegt.
Gerade beim genetisch bedingten Haarausfall liegen die Blutwerte oft im Normbereich, obwohl sich das Haar sichtbar verändert.
Deshalb ist Haarausfall häufig ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Diagnose. Er dient der allgemeinen Aufklärung und soll helfen, mögliche Zusammenhänge besser zu verstehen.
Eine ärztliche Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Haarausfall über längere Zeit besteht oder plötzlich auftritt.




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